Humanismus als Alternative zur Religion

Dazu wollten rd. 40 Teilnehmer/innen von „Thema heute“ der Wuppertaler Volkshochschule mehr erfahren von H.-P. Schulz, Mitglied im HVD Wuppertal.

Humanismus hat die Welt verändert! Seine Wurzeln reichen zurück in die Denktradtionen des antiken Griechenlands, der Renaissance und der Aufklärung. Deren Einflüsse führten zur Entwicklung der heutigen Wissenschaft und regte neue Ideale gesellschaftlicher Gerechtigkeit an. 

Die Prinzipien des modernen Humanismus sind Weltlichkeit, Selbstbestimmung, Individualität, Solidarität und Toleranz. Der erste Passus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist ein Ausgangspunkt für das Programm des HVD NRW: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

So beteiligte sich dieser überparteiliche Verband im Jahre 1993 an der Gründung des HVD-Dachverbandes mit heute rd. 25.000 Mitgliedern. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind konkrete Angebote wie die Gestaltung der Jugendfeier, die feierliche Begleitung von humanistischen Hochzeiten und Namensfeiern ebenso wie die Ansprache auf Trauerfeiern oder die Beratung zu ethischen Fragen am Lebensende, z.B. auch die Patientenverfügung. 

Die Moderatorin der VHS, Frau Shafik, hakte nach. So ist der HVD in NRW eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ und damit z.B. den Kirchen rechtlich gleichgestellt, denn der HVD ist in NRW eine Weltanschauungsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes und eine Kultur- und Interessenorganisation von Humanist/innen. Immerhin ist heutzutage rd. ein Drittel des Bevölkerung konfessionsfrei, so auch in Wuppertal.

Die Zuhörer/innen beteiligten sich aktiv an der Veranstaltung. Besonders interessant fanden sie, dass sich viele bekannte Persönlichkeiten von religiösen Vorstellungen öffentlich abgewandt haben: Mozart, Brahms, Käthe Kollwitz, Janosch, Albert Einstein, Prof. Grzimek, Udo Jürgens, Inge Meysel, Charly Chaplin, Tom Tykwer und viele andere mehr …

Fotos: hp.schulz

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