„Martin Luther“ in Wuppertal!

Was der Konfirmanden-Unterricht verschweigt

Am 21. Juni 2017 bebte die Alte Feuerwache in Wuppertal-Elberfeld. Die seismische Erscheinung war zum einem der körperlichen Präsenz des „leibhaftigen“ Reformators geschuldet. Dieser gab sich 500 Jahre nach seinem berühmten Thesenanschlag nun im Bergischen ein Stelldichein. Zum anderen bereitete das Gehörte den staunenden Besucher/innen einigen Schauder.

Neben einem historisch korrekten und durch Originalquellen belegten Vortrag über folgenreiche menschlichen Entgleisungen des Hasspredigers Luther bekamen die Gäste eine szenische Aufarbeitung des Themas zu hören und zu sehen.

Die Aufführung wechselte zwischen ernstem Anspruch und unterhaltsamer Darstellung und sorgte dafür, dass dem Publikum das Lachen buchstäblich im Halse stecken blieb. Der Hintergrund war tatsächlich mehr als ernst:

Der Humanistische Verband Wuppertal hatte es sich im „Reformationsjahr 2017“ zur Aufgabe gemacht, das gängige Bild des Konfessionsgründers kritisch zu hinterfragen. Die dabei aufgedeckten, von Luther selbst formulierten Ungeheuerlichkeiten ließen die von der evangelischen Kirche oft verschleierten Abgründe des Reformators sichtbar werden.

Der Name des fundamentalistischen Menschenhassers Luther ist offensichtlich untrennbar verbunden mit unbarmherziger Intoleranz, Frauenverachtung, alttestamentarischer Grausamkeit, Despotismus, Tyrannei, paranoidem Machtstreben und der Anstiftung zum Völkermord an den Juden.

Das Fazit des Abends lautete daher: Die demokratische und an den Menschenrechten orientierte Moderne kann und darf in Martin Luther kein Vorbild sehen!

Luther beim HVD in Wuppertal

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