Blumen für die Gedenkstätte des “Massakers von Lingiades”

Humanismus wird auch in der Urlaubszeit nicht zu hause gelassen. Jürgen Köster, Vorsitzender des HVD Wuppertal / Bergisches Land, hat während seines Griechenland-Aufenthaltes die Gedenkstätte des “Massakers von Lingiades” im Norden Griechenlands besucht.

Dort hatten Gebirgsjäger der faschistischen deutschen Besatzer am 3. Oktober 1943 eine sogenannte “Vergeltungsaktion” gegen die Zivilbevölkerung durchgeführt, bei der mehr als 80 Männer, Frauen und sogar Kinder zusammengetrieben und ermordet wurden. Auch das Dorf wurde niedergebrannt.

Den Anlass dafür lieferte ihnen eine vorherige Partisanenaktion, bei der ein faschistischer deutscher Offizier getötet wurde, der für diverse Massaker an Zivilisten in der Epirus-Region verantwortlich war. Dieser Massenmord in Lingiades war eine rein willkürliche Racheaktion, denn das Dorf hatte mit der Partisanenaktion nichts zu tun.

Keiner der Verantwortlichen ist nach dem Krieg für diese abscheuliche Tat je zur Verantwortung gezogen worden. 2014 bat der damalige Bundespräsident Gauck bei einem Besuch in Lingiades zwar um Verzeihung für diese Greueltat, doch die Forderung nach einer Entschädigung wies er zurück.

Mit seiner symbolischen Blumenniederlegung machte Jürgen Köster deutlich, dass die Opfer von Faschismus und Terror – gleich wo in der Welt – nicht vergessen werden dürfen.

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