Alma Kettig starb vor 20 Jahren

Alma Kettig wurde am 5. Nov. 1915 in Wuppertal-Barmen geboren. Die Eltern hatten das Schneiderhandwerk erlernt und waren politisch aktiv. Die Mutter nahm sie zu Parteiversammlungen mit. Mit 14 Jahren erhielt die Jugendweihe und beteiligte sich am Widerstand gegen die Nazis. Bald arbeitete sie bei Versicherungen und als Buchhalterin, danach als Sekretärin in Witten.

Dort war sie von 1952 bis 1964 Stadtverordnete und wurde 1953 als SPD-Mitglied in den Bundestag gewählt. Dort waren ihre Arbeitsschwerpunkte Frauen-, Sozial- und Friedenspolitik. Sie stimmte im Bundestag – trotz SPD-Fraktionsdisziplin – gegen die Wiedereinführung der Bundeswehr und gegen die Notstandsgesetze. Bald wurde sie gedrängt, ihr Bundestagsmandat aufzugeben und wurde damals arbeitslos.

Später arbeitete sie als Stenotypistin und freie Journalistin und blieb immer politisch aktiv in Frauen- und Friedensbewegung und in der Gewerkschaft. 1983 wurde sie in Wuppertal zweite Vorsitzende des Deutschen Freidenkerverbandes.

Gräberfeld „M“  (c) hp.schulz

Alma Kettig starb am 5. Aug. 1997 in Wuppertal-Barmen. Ihre Urne wurde auf dem städtischen Friedhof in Wuppertal-Ronsdorf beigesetzt.

Der Humanistische Verband will das Gedenken an Alma Kettig erhalten und unterstützt das Portal www.Alma-Kettig.de

(c) Foto von A. Kettig: Österreich Witten

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