Ethik-Unterricht an Grundschulen – bald in Wuppertal?

Seit langem fordert der HVD die Einrichtung eines obligaten Fachs »Ethik, Religionen, Weltanschauungen« in NRW. Inzwischen haben die Grünen im Landtag einen ähnlichen Antrag eingebracht und die CDU-FDP-Landesregierung will ja laut Koalitionsvertrag, den „Ethik-Unterricht an Grundschulen ermöglichen“.

Der HVD in Wuppertal greift diese Ideen auf und hat mit der FDP-Ratsfraktion gesprochen und mit der Lehrer/innen-Gewerkschaft GEW. Positives Echo erfuhr jeweils der HVD-Vorschlag zur Unterstützung des Runden Tisches „Ethik-Unterricht in Wuppertal“.

Die Stadt-Verwaltung hat derweil auf Anfrage der FDP-Fraktion im Schul-Ausschuss am 6. Dez. mitgeteilt: „Von insgesamt 12.769 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018 sind 3.173 Kinder ohne Konfession.“ Das sind 24,8 % aller Grundschüler/innen! Wie viele Kinder darüber hinaus nicht an einem Religionsunterricht teilnehmen, dazu gibt es keine Zahlen. Wie die Verhältnisse an den rund 50 Grundschulen der Stadt in Einzelnen aussehen, ist ebenfalls unbekannt. Der Elternwille wurde auch nicht erhoben.

Viele Lehrkräfte und Schulleitungen würden gern etwas Vernünftiges mit ihren konfessionsfreien Schüler/innen in den Unterrichtsstunden anfangen, während die Christen-Kinder biblischen Wahrheiten lauschen. Aber seitens des Ministeriums gibt keine personellen Ressourcen und auch keine Fortbildungen dazu.

Der Humanistische Verband will Eltern und Lehrkräfte vor Ort unterstützen, einen bekenntnis-unabhängigen Werteunterricht zu erreichen. Dazu werden weiter Gespräche geführt, um gemeinsam aktiv zu werden: Informationsveranstaltung zum Thema, Runder Tisch für alle Beteiligten, Fortbildung für Lehrkräfte u.a.m.

Zur Förderung der Kommunikation und Information über Wuppertal hinaus gibt es die Web-Plattformen
www.Pro-Ethik-NRW.de und
www.Humanismus-und-Schule-NRW.de

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