Humanisten zum GroKo-Vertrag

Währen der HVD Bayern den neuen Koalitionsvertrag begrüßt , heißt es beim Humanistischen Pressedienst (hpd) nüchtern: „Koalitionsvertrag ohne Konfessionslose„.

In der Mitteilung des hpd (vom 14. Feb.) wird darauf aufmerksam gemacht, dass Begriffe wie „Konfessionslose“, „Nicht-Religiöse“ etc. im GroKo-Vertrag gar nicht auftauchen. Die staatliche Zusammenarbeit mit Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften soll zwar verstärkt werden – aber nur mit Blick auf die Integration der Muslime.

Nichts findet sich im GroKo-Vertrag hingegen zur überfälligen Ablösung der historischen Staatsleistungen. Die Frage des staatlichen Kirchen-Steuereinzugs wird nicht thematisiert oder die alltäglichen Probleme des kirchlichen Arbeitsrechts  angesprochen. Es gibt auch kein Wort zum integrativen Ethik-Unterricht in den Schulen …

Obwohl auch der HVD Bayern sich etwas „Besseres wünschen“ würde, habe man doch „positive Überraschungen“ entdecken können. Immerhin hat der bayrische HVD-Präsident im Koalitionsvertrag ein Versprechen ausgemacht, „den Dialog mit den Weltanschauungsgemeinschaften zu verstärken“.

Bisher war diesbezüglich seitens der Sozial- und der Christ-Demokraten seit Jahren nichts zu bemerken gewesen. So kündigen die regierungswilligen Parteien denn auch an, sie „suchen das Gespräch mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften und ermutigen sie zum interreligiösen Dialog, denn das Wissen über Religionen, Kulturen und gemeinsame Werte ist Voraussetzung für ein friedliches Miteinander und gegenseitigen Respekt“.

Wie heißt es noch?
Wer glaubt, wird seelig …

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