Engelsjahr für Gotteslohn?

In Vorbereitung auf das große Engelsjubiläum 2020 veranstaltete die Stadt Wuppertal mehrere Workshops, bei der Initiativen, Vereine, Bürger u.s.w. gemeinsam Veranstaltungsideen entwickeln sollten. Angekündigt wurden finanzielle und organisatorische Unterstützung für die Veranstaltungen. Da Friedrich Engels eine wichtige Figur für die humanistische und freigeistige Bewegung ist, will sich der HVD mit Veranstaltungen einbringen.

Ernüchterung stellt sich beim Ausfüllen der Antragsformulare ein. Dort heißt es, „dass Akteure, die sich am Engels-Jahr mit einem Projekt beteiligen möchten, für ihre jeweiligen Projekte in eigener Verantwortlichkeit eigene Mittel einsetzen und sich um Drittmittel bemühen. Das Projektbüro Engels2020 und der noch in Gründung bestehende Verein Engels2020 werden dabei unterstützend tätig, sodass gemeinsam mit dem Grobprogramm Akquisitionsmöglichkeiten gesucht werden.“

Die Akteure sollen somit ihre Projekte selbst verantworten, zur Realisierung eigene Mittel einsetzen und sich selbst um Spenden u.a. bemühen. Die Stadt Wuppertal will also mit viel ehrenamtlichem Engagement ein attraktives, aber auch kostengünstiges Veranstaltungsprogramm zusammen stellen.

Dazu meldet njuuz.de am 28.06.2018: „Der Bund stellt Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro zur Verfügung“. Da sollte für die ehrenamtliche Programm-Gestaltung etwas drin sein!


Kleiner historischer Hinweis:
Friedrich Engels ist am 5. Aug. 1895 in London gestorben.

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