Archiv des Autors: HVD Wuppertal / Bergisches Land

Ostermarsch und Humanismus

ABRÜSTEN STATT AUFRÜSTEN!
VERBOT DER ATOMWAFFEN!
FÜR EIN EUROPA DES FRIEDENS!

So lauten die Losungen des diesjährigen „Ostermarsches Rhein-Ruhr 2019„. Dem können Humanist/innen nur zustimmen. Wir unterstützen diese Initiative für Wuppertal und Umgebung am Samstag, 20. April.

Das Programm in Düsseldorf
ab 14:00 Uhr DGB-Haus, Friedrich Ebert Straße
Begrüßung: Joachim Schramm (DFG-VK NRW)
anschließend Demonstration zum Marktplatz

Friedensveranstaltung
„Für eine Entspannungspolitik mit Russland“
ab 15:00 Uhr am Marktplatz

mit Reden von Christiane Reymann (Autorin, Friedensaktivistin), Martin Körbel-Landwehr, (Personalratsvors. Uniklinik Düsseldorf, angefragt)
mit Musik: Wilder Weizen (Folk, Country, Blues), Ernesto Schwarz (Liedermacher)

hier ist der Aufruf zum „Ostermarsch Rhein Ruhr 2019“ mit weiteren Infos

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8. Mai – Jahrestag der Befreiung

Der Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus mahnt
Für ein friedliches und solidarisches Miteinander

Vor 74 Jahren endete mit dem durch die Alliierten erzwungenen Kriegsende in Deutschland die Regierungsmacht der faschistischen NSDAP. Unvorstellbares, noch immer nachwirkendes Leid sind die Folgen dieser 12jährigen Schreckenszeit. Deshalb ist das Datum des Kriegsendes, der 8. Mai 1945 das Datum des Tages der Befreiung von Krieg und Faschismus.

Foto: hp.schulz

Die Gräber der Wuppertaler Bombenopfer, der Kriegsgefangenen und der polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Friedhof Norrenberg sind Zeugnis und ständige Mahnung aus dieser Zeit.

Niemals dürfen wir vergessen, zu welchen Verbrechen Politik fähig sein kann. Nach wie vor sind Mahnung und Wachsamkeit erforderlich gegen neofaschistische und rassistische Umtriebe in unserer Gesellschaft.

Mahn- und Gedenkveranstaltung
Mittwoch, 8. Mai 2019 – 17 Uhr auf dem Friedhof Norrenberg
Theodor-Fontane-Str. 52, Wuppertal-Heckinghausen

Ansprachen
Vertreter/in der Stadt
Sebastian Schröder (VVN/Bund der Antifaschisten)
Christian Höhne (Pfarrer)

Musikalische Begleitung
Bläserensemble Carmina venti

Foto von der Feier 2018: hp.schulz

Festzustellen ist …

  • Krieg – auch mit deutscher Beteiligung – und Terror sind immer noch Mittel zur Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Interessen überall in der Welt.
  • Krieg ist eine der Ursachen, dass Menschen aus ihren Heimatländern fliehen, um ihr Leben zu retten.
  • die Völker, Kulturen und Länder sind von einem friedlichen und gleichberechtigten Miteinander noch weit entfernt.
  • auch intoleranter religiöser Fundamentalismus ist einer der Gründe, weswegen Menschen aus ihren Heimatländern fliehen.
  • die globale Wirtschaftskrise führt zu Protektionismus, nationalstaatlichem Denken und zum Abbau sozialer Errungenschaften und zwingt andere Volkswirtschaften zur sozialen Verarmung.
  • auch existenzielle Armut, u.a. verursacht vom Menschen verursachte Klimawandel, gehört zu den Ursachen, weshalb Menschen aus ihren Heimatländern fliehen. 
  • Neonazismus und Rassismus sind in unserem Land in verschiedenen Erscheinungsformen noch immer gegenwärtig und sogar in unseren Parlamenten vertreten.
  • Neonazis und andere rechtsextreme Gruppierungen hetzen gegen Menschen, die hier Zuflucht suchen und werden immer wieder gegen sie gewalttätig.

Notwendig ist …

  • ein gesellschaftliches Klima, das durch weitgehende soziale Gerechtigkeit solchen Tendenzen den Nährboden entzieht.
  • ein gesellschaftliches Klima, das durch ein lebendiges demokratischer Austausch die Demokratischen Grundlagen fördert
  • ein gesellschaftliches Klima in dem es selbstverständlich ist Zuflucht suchende Menschen freundlich aufzunehmen, in dem sich ein friedliches und solidarisches Miteinander der Menschen und Kulturen entwickeln kann.

Wir rufen daher dazu auf … 

  • die politischen Parteien und die Wirtschaft in Deutschland aufzufordern, sich für gerechtere Strukturen des Wirtschaftssystems, die Schöpfung bewahrende Maßnahmen und friedliche und gewaltfreie Lösungen von Konflikten einzusetzen.
  • Erziehung, Bildung und Kultur zu fördern und den Menschen nicht zum Wirtschaftsfaktor verkommen zu lassen.
  • Insbesondere die junge Generation zum Engagement gegen Krieg, Rassismus und Gewalt und für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu ermutigen.

Dieser Aufruf zur Mahn- und Gedenkkundgebung ist eine Initiative der Vereinigten Evangelische Kirchengemeinde Heckinghausen als Veranstalter. Der Humanistische Verband u.a. unterstützen ideell.

Gemeinsam und Miteinander

HVD NRW plant ein Seminar zur Vorbereitung von Aktionen und Aktivitäten

Nur selten nehmen wir uns die Zeit in Ruhe anstehende Aktivitäten und Ereignisse gemeinsam zu planen. Uns über unsere Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Mit unserem Verbandsseminar wollen wir uns genau dafür Zeit nehmen. Schauen wo wir stehen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten wir haben und gemeinsam an anstehenden und zukünftigen Aktivitäten planen.

Natürlich geht es auch darum sich kennenzulernen und einen Einblick in die Arbeit in den Gemeinschaften vor Ort zu bekommen, Kontakte zu knüpfen und sich zu vernetzen.

Das Seminar findet am 23./24. März im Salvador-Allende-Haus, Haardgrenzweg 77, 45739 Oer-Erkenschwick statt.

Anreise am 23. 03. Ab 10:00 Uhr
Ende am 24.03. um 14:00 Uhr (nach dem Mittagessen)

Die Kosten belaufen sich nach derzeitiger Planung auf die individuellen Fahrtkosten und einen Einzelzimmerzuschlag von 25 €.

Anmeldung und Info bei Thomas oppermann@hvd-nrw.de

Ein fauler Kompromiss

Der Gesetzestext trägt die Handschrift von christlichen Fundamentalist*innen und selbsternannten Lebensschützer*innen und stellt ein Misstrauensvotum gegenüber Frauen und Ärzt*innen dar. Der Humanistischen Verband Deutschland (HVD) fordert erneut, die ersatzlose Streichung des § 219a StGB sowie einen altersunabhängigen Zugang zu kostenfreien Verhütungsmitteln.

Der durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) vorgelegte Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Information über einen Schwangerschaftsabbruch wird dem selbst gesteckten Ziel nicht ansatzweise gerecht, betroffenen Frauen den Zugang zu Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zu erleichtern sowie insbesondere für ÄrztInnen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, Rechtssicherheit zu schaffen.

Foto: Dr. Ines Scheibe

Dr. Ines P. Scheibe, Mitglied des HVD-Bundespräsidiums und Mitgründerin des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung, erklärte gestern ebenfalls: „Der als Kompromiss entstandene Gesetzentwurf ist nicht akzeptabel, da er ÄrztInnen in ihrer Informationsbereitstellung nach wie vor stark einschränkt und ungewollt Schwangeren ein niedrigschwelliger Zugang zu notwendigen Informationen verwehrt bleibt. Für HumanistInnen zeigt die aktuelle Diskussion um den § 219a StGB, wie Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland nach wie vor gesellschaftlich tabuisiert und kriminalisiert werden, wie die Informationsfreiheit sowie PatientInnenrechte in unserer Gesellschaft beschnitten werden“.


Der ganze Beitrag bei hpd vom 7. Feb. 2019

Patientenverfügung – leben in Würde bis zuletzt

Jürgen Köster vom Humanistischen Verband informiert

Die Patientenverfügung ist eine Vorsorge für den Fall, dass mensch vorübergehend oder dauerhaft seinen Willen selber nicht kundtun kann.

Jürgen Köster, Berater des Humanistischen Verbandes, wird dazu am Freitag, dem 8. März, um 17 Uhr in der Börse, Wolkenburg 100, W-Elberfeld im „Studio 2“ eine Informationsveranstaltung durchführen, bei der alle Fragen zu einer individuellen Patientenverfügung erörtert werden können.

Die Vision ist eine mitmenschliche Gesellschaft mit Respekt davor, dass jedes Leben verletzbar und endlich ist.

Viele Menschen denken immer noch, Vorsorge zu treffen würde sich nur darauf beziehen, bestimmte Risiken finanziell abzusichern und halten deshalb eine Vorsorge im immateriellen Bereich nicht für notwendig. Dabei kann ein plötzlicher Unfall oder ein Schlaganfall von jetzt auf gleich dazu führen, dass jemand seine eigenen Angelegenheiten nicht mehr selbst wahrnehmen kann.

Deshalb ist es notwendig, sich mit Hilfe einer persönlichen Patientenverfügung zu schützen, damit dann, wenn mensch vorübergehend oder dauerhaft seinen Willen selber nicht kundtun kann, auch schriftlich fixiert ist, was getan – oder auch eben nicht – getan werden soll.

Info unter www.Patientenverfuegung.de

oder HVD-Wuppertal@gmx.de

HumanistInnen Lesen! … in 2019 weiter

Helmuth Plessner gehört zu den zentralen Vertretern der Philosophischen Anthropologie des 20. Jahrhunderts. Zentral ist die Frage nach dem Menschen. Doch was der Mensch ist, bleibt prinzipiell unergründlich. Plessner findet einen Weg zwischen einer naturalistischer Kausalität und kulturalistischer Beliebigkeit des Menschen.

Seine Reflexion auf den Menschen sollte vom gegenwärtigen Humanismus ernst genommen werden, weil es die Möglichkeit bietet, sich auf den Menschen zu beziehen, ohne den Menschen festzuschreiben. Zur Person Plessner, zur Philosophischen Anthropologie und warum man sich mit diesen Gedanken unbedingt beschäftigen sollte, wird zu Beginn erläutert.

Wir treffen uns am Do., 17. Jan., um 19 Uhr im Konferenzraum der Börse, Wolkenburg 100 in Wpt.-Elberfeld.


Am 21. Februar geht es um „Nikomachische Ethik“ und Aristoteles

Die Besinnung auf die Antike und ihre Lebensklugheit gehört zu den wesentlichen Wurzeln des Humanismus und ist auch heute wesentliche Referenz für eine Philosophie der Lebenskunst. Grund genug sich mit diesen Denkern auseinander zu setzen. Den Anfang machen wir mit Aristoteles.


Am 21. März gibt es dann Erich Fromm „Humanismus und Psychoanalyse“

Für eine humanistische Orientierung und Haltung ist Erich Fromm immer wieder eingetreten. Dabei hat er nicht eine Renaissance des Humanismus gefordert, die die vernünftigen Eigenkräfte des Menschen stärkt. In der Entwicklung des eigenen Denken, Fühlens und Handelns sieht er die Chance Kräfte der Vernunft und Liebe zu entfalten, ein Aufgehen in der Welt und den anderen Menschen schafft, ohne sich selbst im anderen zu verlieren.


Info zum Projekt hier: „Humanistinnen lesen!

Weitere Info und Texte bitte nachfragen:
HVD-Wuppertal@gmx.de

Wünsche für 2019

Zwischen dem alten und dem neuen Jahr wird uns deutlich, wie unser Leben auch von der Zukunft bestimmt ist: Vorsätze, Pläne und Wünsche zum Jahresbeginn. Es wird aber auch klar, dass wir uns an der Vergangenheit orientieren, denn nur aus der Erfahrung wissen wir, was besser werden soll.

So schließen wir uns dem Wort des Physikers und Philosophen Georg Christoph Lichtenberg an: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber soviel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

In diesem Sinne wünschen wir allen Menschen ein gutes Jahr 2019!