Archiv des Autors: HVD Wuppertal / Bergisches Land

Humanistische Winterfeier in Wuppertal

Das „Atelier“ in der Hofaue (W-Elberfeld) gab am So., 17. Dez., einen hübschen Rahmen für die Winterfeier des Humanistischen Verbandes. Zwischen dem 10. Dez. (Tag der Menschenrechte) und dem 21. Dez. (Winter-Sonnenwende) wird diese öffentliche Feier vom HVD in Wuppertal alljährlich durchgeführt. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich Besucher/innen auch selbst am kleinen Kulturprogramm beteiligen: Rezitationen, Lieder, Humorvolles.

Philosophisch wurde es bei vorgetragenen Gedanken zum Thema „Was feiern Humanist/ innen?“. Menschen haben immer gefeiert, vor allem, wenn im Leben etwas Wichtiges ansteht. So gestalten unserer HVD-Feiersprecher/ innen auch Hochzeiten, Namensfeiern, Trauerfeiern und das jährliche Humanistische Gedenken der Verstorbenen sowie die www.Bergische-Jugendfeier.de

 

 

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Internationaler Tag der Menschenrechte

Humanistinnen und Humanisten feiern jedes Jahr die Verabschiedung der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, gedenken der historischen Hintergründe und weisen auf aktuelle Brennpunkte bei der Menschenrechtssituation hin.

Daher erscheint an diesem Tag der jährliche Bericht „Freiheit des Denkens“ der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, der Benachteiligung und Verfolgung von nichtreligiösen Menschen und andere Verletzung der Gewissens-, Rede-, Kunst- und Glaubensfreiheit dokumentiert.

Der Humanistische Verband hat eine Petition gestartet, um den 10. Dezember als staatlichen Feiertag einzuführen.

mehr Info hier

Humanistische Gedenkfeier 2017

Am vergangenen Sonntag fand die Gedenkfeier in der Halle des Kommunal-Friedhofes Wuppertal-Ronsdorf mit fast 40 Gästen statt. Wie in den Jahren zuvor hatte Jürgen Köster, Feiersprecher des Humanistischen Verbandes NRW K.d.ö.R., eingeladen der im vergangenen Jahr Verstorbenen gemeinsam zu gedenken.

Herr Köster eröffnete diese Feier für religionsfreie Menschen, bei der auch Harald Scheuermann-Giskes, Bezirksbürgermeister von Wuppertal-Ronsdorf, den Verstorbenen mit einer kurzen Ansprache seine Ehre erwies.

Der Feiersprecher Dr. Armin Schreiner hielt die Festansprache und setzte sich mit dem Gedanken Tod und Verlust eines Menschen auseinander. Umrahmt wurde die Feier durch die Musik von und Rezitationen der Feiersprecherin Nora Krohm.

Programmfolge

  1. Eingangsmusik: Largetto (Sonate F-Dur von Händel)
  2. Begrüßung (Jürgen Köster, Vors. des HVD Wuppertal / Bergisches Land und Sprecher)
  3. Rezitation: Der weise Mensch (Bertrand Russell)
  4. Musik: Preludium B-moll aus: Wohltemteriertes Klavier (J.S. Bach)
  5. Gedenkansprache Armin Schreiner (Feiersprecher des HVD-NRW)
  6. Rezitation: Ein Schnurps grübelt (aus: „Momo“ von Michael Ende)
  7. Musik: Adagio in Sol Minor (Albinoni – Giazotto)
  8. Schlusswort (Jürgen Köster)
  9. Ausgangsmusik: Air from Suite 3 in D-dur (J.S. Bach)

Mitwirkende
Musik: Natascha Heidorn (Orgel)
Rezitationen: Nora Krohm

Im Anschluss an die Feier legten Mitglieder des HVD Bergisches Land und der Freidenker Wuppertal e.V. gemeinsam Blumen am historischen Urnengräberfeld „M“ nieder. An diese Stelle waren im Jahr 1932 rund 100 Freidenkerurnen aus Hagen umgesetzt worden.

Info Feiersprecher
https://wuppertalhumanismus.wordpress.com/saekulare-feier/

Hintergrund Freidenker-Urnen
https://wuppertalhumanismus.wordpress.com/2016/10/27/freidenkerurnen-entdeckt/

Fotos: hp.schulz

HVD NRW fordert Ethik-Unterricht an Grundschulen

Erklärung der Landesversammlung des HVD NRW zum Ethikunterricht (Okt. 2017)

Die neu gewählte Landesregierung aus CDU und FDP hat in ihrem Koalitionsvertrag geschrieben: „Neben vielfältigeren religiösen Bekenntnissen ist auch die Anzahl der Familien ohne konfessionelle Bindung angewachsen. Daher werden wir Ethikunterricht an Grundschulen ermöglichen.“
Der HVD NRW begrüßt diese Willensbekundung ausdrücklich. Es ist längst überfällig, dass an Grundschulen für alle Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, ein werteorientiertes Unterrichtsangebot existiert. Darüber hinaus fordert der Humanistische Verband, dass die Lehrpläne für das anzubietende Fach, ob es nun Praktische Philosophie, Ethik oder ähnlich heißt, von Fachverbänden und dem Humanistischen Verband NRW mit dem Status der „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ und als Weltanschauungsgemeinschaft mitgestaltet werden können.
Der HVD NRW erwartet, dass die Einführung des neuen Faches in der Grundschule auch mit der Erweiterung von personellen Ressourcen und einer entsprechenden Lehrerausbildung verbunden ist. Durch eine halbherzige Willensbekundung ohne ordentlichen Lehrplan und LehrerInnen, wird sich an der Situation für viele GrundschülerInnen nichts ändern, dass sie kein dem Religionsunterricht adäquates alternatives Angebot haben.


Mehr Info dazu:
Stellungnahme des Schulministeriums auf www.Pro-Ethik-NRW.de
Lehrer/innen-Gewerkschaft fordert „bekenntnis-unabhängigen Werteunterricht in der Grundschule
HVD unterstützt Runden Tisch „Ethikunterricht an Grundschulen“ in Wuppertal

Erinnerung ist das, was von einem Menschen bleibt

Die Feiersprecher des Humanistischen Verbandes laden zur Gedenkfeier

Einmal im Jahr wird für die Angehörigen sowie alle Mitglieder und Freunde des HVD Wuppertal / Bergisches Land zu einer gemeinsamen Gedenkfeier für alle Verstorbenen des vergangenen Jahres eingeladen. Bei festlich-musikalischer Umrahmung wird Gelegenheit gegeben, der Angehörigen zu gedenken, für die unsere Bergischen Feiersprecher eine würdevolle Trauerfeier gestaltet hatten.

hier: Programm

Die Gedenk-Feier findet statt am
Sonntag, 19. Nov. 2017, Beginn 11:00 Uhr
in der Kapelle des Städtischen Friedhofes
Wuppertal-Ronsdorf, Lohsiepenstraße

Zum Programm gehören eine Gedenkansprache, eine musikalische Umrahmung und Rezitationen. Die Programmfolge kann in den nächsten Tagen hier abgerufen werden unter. Im Anschluss an die Feier ist eine gemeinsame Kranzniederlegung am historischen Urnengräberfeld „M“ der Wuppertaler Freidenker vorgesehen.

Wir wissen, dass unser Leben begrenzt ist. So hat es die Natur eingerichtet. Es ist ein menschlicher Wunsch, die Erinnerung an verstorbene Menschen wach zu halten und ihrer mit persönlichen Worten zu gedenken. Auch religionsfreie Menschen pflegen diesen Brauch.

Diese Feier ist grundsätzlich für alle interessierten Menschen offen. Alle Teilnehmenden werden gebeten, den würdevollen Rahmen zu achten.

Runder Tisch „Ethikunterricht Grundschule“ in Wuppertal

Viele Eltern in NRW – so auch in Wuppertal und anderen Orts – wollen nicht, dass ihre Kinder an einem Religionsunterricht teilnehmen. In Wuppertal sind derzeit 2.500 bis 3.000 Grundschul-Kinder betroffen. Deren Eltern suchen eine Schule, die statt „Heiden zu hüten“ mit dieser Frage konstruktiv umgeht. Das ist für Schulleitungen ein Problem, denn eine brauchbare Rechtsgrundlage gibt es dazu nicht. Vielmehr legt das Schulgesetz öffentliche Grundschulen auf „christliche Bildungs- und Kulturwerte“ fest (§ 26, 2).

Grundsätzlich fordert der Humanistische Verband in NRWdie Einrichtung eines obligaten Fachs »Ethik, Religionen, Weltanschauungen« für alle gemeinsam und nicht getrennt nach Konfessionen“. Dieses bekräftigte die HVD-Landesversammlung unlängst und verlangte, dass an Grundschulen für alle Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, ein werteorientiertes Unterrichtsangebot existiert. Damit wären u.a. die Erweiterung von personellen Ressourcen und einer entsprechenden Lehrerausbildung verbunden.

Im Sommer 2017 hatte die neue Landesregierung angekündigt, „daher werden wir Ethikunterricht an Grundschulen ermöglichen“. Dieser dünnen Absichtserklärung sind bislang offenbar keine Taten gefolgt. Daher hat der HVD Bergisches Land in Wuppertal bei der FDP-Ratsfraktion nachgefragt. Es liegen kaum gesicherte Daten über die Anzahl betroffener Schüler/innen vor. Aber es wurde Unterstützung zugesagt. Ebenfalls sind Gespräche geplant mit den Grünen, DieLinke im Rat hat Interesse geäußert. Die „großen“ Parteien haben gegenüber dem Thema eher Ablehnung signalisiert.

Die Lehrer/innen-Gewerkschaft GEW hatte zum Gewerkschaftstag NRW 2016 die Forderung nach einem „bekenntnis-unabhängigen Werteuntericht in der Grundschule“ erhoben. Die Lehrer/innen würden/werden die möglichen Änderungen in Stundentafel und Wochenablauf schultern müssen. Daher ist eine entsprechende Unterstützung und Vorbereitung durch das Ministerium von großer Bedeutung. Zu diesem Fragenkomplex findet aktuell ein entsprechender Austausch mit Grundschul-Lehrkräften und dem HVD in Wuppertal statt.

Beim HVD fragen Eltern nach einer Alternative zum Religionsunterricht. Sie wollen auch keinen Einschulungsgottesdienst, sondern eine „bekenntnis-unabhängige Feier zur Einschulung“. Wenn genügend Interessierte zusammen kommen, sollte das möglich sein! Auch in anderen Städten in NRW gibt es dazu erste Initiativen.

Für 2018 ist ein Runder TischEthikunterricht Grundschulen in Wuppertal geplant, zu dem betroffene Eltern und Interessierte sowie Verantwortliche aus der Schulpolitik eingeladen werden. Das Ziel ist, mit einer Initiative vor Ort den Ethik-Unterricht in einer Grundschule zu erproben bzw. einen entsprechenden Modellversuch zu fordern und zu unterstützen. Eltern, Lehrkräfte und andere Interessierte können eine Plattform zur Verständigung nutzen und erreichen gemeinsam mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Dazu werden weitere Veranstaltungen geplant.

Mehr Infos unter www.Pro-Ethik-NRW.de oder www.HuS-NRW.de

Der Humanistische Verband im Bergischen Land hilft weiter
Kontakt über HVD-Wuppertal@gmx.de

Neues HVD-Präsidium gewählt

Am 21.10. fand in Dortmund die Landesdelegierten-Versammlung des HVD NRW statt. Die zahlreichen Berichte über die bisherigen Entwicklungen und die Diskussionen über zukünftige Schwerpunkte zeigten ein gemischtes Bild. Der HVD NRW steht insgesamt solide dar und konnte in den letzten Jahren an Profil gewinnen.

Ein Standbein bilden die Sprechertätigkeiten und auch die Jugendfeiern konnten weiter ausgebaut werden. Gerade aus den Jugendfeiern entwickeln sich zunehmend verschiedene Aktivitäten der Junghumanisten, was es weiter zu stärken gilt. Die Entwicklungen in den regionalen Gemeinschaften ist noch sehr unterschiedlich.

Einige Ziele, wie eine solide Finanzierung durch das Land NRW oder eine Veränderung im Programm des WDR durch Ingrid Matthäus-Meyer als Vertreterin für den HVD, IBKA und die GBS im Rundfunkrat, haben sich aber als „dicke Bretter“ erwiesen und müssen kleinschrittiger weiter bearbeitet werden.

In den nächsten Jahren will der HVD NRW zum einen das gut etablierte Sprecherwesen weiter auf hohem Niveau betreiben, die Jugendfeiern stärken, zum anderen aber stärker medial in Erscheinung treten und beispielsweise als Interessensvertretung Konfessionsloser zu politischen oder gesellschaftlichen Ereignissen Stellung beziehen. Potential sieht die Landesversammlung auch in der Einführung von „Ethik“ oder „Praktischer Philosophie“ als Unterrichtsfach an den Grundschulen.

Aus Wuppertal wurde Henrike Lerch für drei Jahre in das Präsidium gewählt. Außerdem ist unser Mitglied Leander Ellinghaus als JuHu-Landes-Vorsitzender stimmberechtigtes Mitglied im neuen Präsidium.

ausführlicher Bericht bei www.HVD-NRW.de

Foto: HVD NRW