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Das wünsche ich Wuppertal für 2018

„Drei Fragen an …“ so beginnt eine aktuelle Serie der Wuppertaler Rundschau. Eine gute Idee! So haben wir diese Fragen einfach unserem HVD-Feiersprecher Jürgen Köster gestellt. Hier sind seine Antworten:

Herr Köster, was wünschen Sie für Wuppertal im Jahr 2018?
Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen engagieren für gesellschaftlichen Zusammenhalt und dass sich Wuppertal zu einer toleranten, weltoffenen und solidarischen Stadt weiter entwickelt.

Welche Vorsätze haben Sie für das neue Jahr?
Ich möchte auch weiterhin weltlich orientierten Menschen dabei zur Seite stehen, ihr Leben ohne religiöse Bevormundung zu gestalten.
Auch die Forderung des Humanistischen Verbandes nach Einführung eines religionsfreien „Ethikunterrichtes an Grundschulen“ möchte ich gerne aktiv begleiten.

Wie verbringen Sie Silvester?
Mit meiner Frau und Freunden in Ronsdorf.

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Ethik-Unterricht an Grundschulen – bald in Wuppertal?

Seit langem fordert der HVD die Einrichtung eines obligaten Fachs »Ethik, Religionen, Weltanschauungen« in NRW. Inzwischen haben die Grünen im Landtag einen ähnlichen Antrag eingebracht und die CDU-FDP-Landesregierung will ja laut Koalitionsvertrag, den „Ethik-Unterricht an Grundschulen ermöglichen“.

Der HVD in Wuppertal greift diese Ideen auf und hat mit der FDP-Ratsfraktion gesprochen und mit der Lehrer/innen-Gewerkschaft GEW. Positives Echo erfuhr jeweils der HVD-Vorschlag zur Unterstützung des Runden Tisches „Ethik-Unterricht in Wuppertal“.

Die Stadt-Verwaltung hat derweil auf Anfrage der FDP-Fraktion im Schul-Ausschuss am 6. Dez. mitgeteilt: „Von insgesamt 12.769 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018 sind 3.173 Kinder ohne Konfession.“ Das sind 24,8 % aller Grundschüler/innen! Wie viele Kinder darüber hinaus nicht an einem Religionsunterricht teilnehmen, dazu gibt es keine Zahlen. Wie die Verhältnisse an den rund 50 Grundschulen der Stadt in Einzelnen aussehen, ist ebenfalls unbekannt. Der Elternwille wurde auch nicht erhoben.

Viele Lehrkräfte und Schulleitungen würden gern etwas Vernünftiges mit ihren konfessionsfreien Schüler/innen in den Unterrichtsstunden anfangen, während die Christen-Kinder biblischen Wahrheiten lauschen. Aber seitens des Ministeriums gibt keine personellen Ressourcen und auch keine Fortbildungen dazu.

Der Humanistische Verband will Eltern und Lehrkräfte vor Ort unterstützen, einen bekenntnis-unabhängigen Werteunterricht zu erreichen. Dazu werden weiter Gespräche geführt, um gemeinsam aktiv zu werden: Informationsveranstaltung zum Thema, Runder Tisch für alle Beteiligten, Fortbildung für Lehrkräfte u.a.m.

Zur Förderung der Kommunikation und Information über Wuppertal hinaus gibt es die Web-Plattformen
www.Pro-Ethik-NRW.de und
www.Humanismus-und-Schule-NRW.de

Humanistische Winterfeier in Wuppertal

Das „Atelier“ in der Hofaue (W-Elberfeld) gab am So., 17. Dez., einen hübschen Rahmen für die Winterfeier des Humanistischen Verbandes. Zwischen dem 10. Dez. (Tag der Menschenrechte) und dem 21. Dez. (Winter-Sonnenwende) wird diese öffentliche Feier vom HVD in Wuppertal alljährlich durchgeführt. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich Besucher/innen auch selbst am kleinen Kulturprogramm beteiligen: Rezitationen, Lieder, Humorvolles.

Philosophisch wurde es bei vorgetragenen Gedanken zum Thema „Was feiern Humanist/ innen?“. Menschen haben immer gefeiert, vor allem, wenn im Leben etwas Wichtiges ansteht. So gestalten unserer HVD-Feiersprecher/ innen auch Hochzeiten, Namensfeiern, Trauerfeiern und das jährliche Humanistische Gedenken der Verstorbenen sowie die www.Bergische-Jugendfeier.de

 

 

Internationaler Tag der Menschenrechte

Humanistinnen und Humanisten feiern jedes Jahr die Verabschiedung der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, gedenken der historischen Hintergründe und weisen auf aktuelle Brennpunkte bei der Menschenrechtssituation hin.

Daher erscheint an diesem Tag der jährliche Bericht „Freiheit des Denkens“ der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, der Benachteiligung und Verfolgung von nichtreligiösen Menschen und andere Verletzung der Gewissens-, Rede-, Kunst- und Glaubensfreiheit dokumentiert.

Der Humanistische Verband hat eine Petition gestartet, um den 10. Dezember als staatlichen Feiertag einzuführen.

mehr Info hier

Humanistische Gedenkfeier 2017

Am vergangenen Sonntag fand die Gedenkfeier in der Halle des Kommunal-Friedhofes Wuppertal-Ronsdorf mit fast 40 Gästen statt. Wie in den Jahren zuvor hatte Jürgen Köster, Feiersprecher des Humanistischen Verbandes NRW K.d.ö.R., eingeladen der im vergangenen Jahr Verstorbenen gemeinsam zu gedenken.

Herr Köster eröffnete diese Feier für religionsfreie Menschen, bei der auch Harald Scheuermann-Giskes, Bezirksbürgermeister von Wuppertal-Ronsdorf, den Verstorbenen mit einer kurzen Ansprache seine Ehre erwies.

Der Feiersprecher Dr. Armin Schreiner hielt die Festansprache und setzte sich mit dem Gedanken Tod und Verlust eines Menschen auseinander. Umrahmt wurde die Feier durch die Musik von und Rezitationen der Feiersprecherin Nora Krohm.

Programmfolge

  1. Eingangsmusik: Largetto (Sonate F-Dur von Händel)
  2. Begrüßung (Jürgen Köster, Vors. des HVD Wuppertal / Bergisches Land und Sprecher)
  3. Rezitation: Der weise Mensch (Bertrand Russell)
  4. Musik: Preludium B-moll aus: Wohltemteriertes Klavier (J.S. Bach)
  5. Gedenkansprache Armin Schreiner (Feiersprecher des HVD-NRW)
  6. Rezitation: Ein Schnurps grübelt (aus: „Momo“ von Michael Ende)
  7. Musik: Adagio in Sol Minor (Albinoni – Giazotto)
  8. Schlusswort (Jürgen Köster)
  9. Ausgangsmusik: Air from Suite 3 in D-dur (J.S. Bach)

Mitwirkende
Musik: Natascha Heidorn (Orgel)
Rezitationen: Nora Krohm

Im Anschluss an die Feier legten Mitglieder des HVD Bergisches Land und der Freidenker Wuppertal e.V. gemeinsam Blumen am historischen Urnengräberfeld „M“ nieder. An diese Stelle waren im Jahr 1932 rund 100 Freidenkerurnen aus Hagen umgesetzt worden.

Info Feiersprecher
https://wuppertalhumanismus.wordpress.com/saekulare-feier/

Hintergrund Freidenker-Urnen
https://wuppertalhumanismus.wordpress.com/2016/10/27/freidenkerurnen-entdeckt/

Fotos: hp.schulz

HVD NRW fordert Ethik-Unterricht an Grundschulen

Erklärung der Landesversammlung des HVD NRW zum Ethikunterricht (Okt. 2017)

Die neu gewählte Landesregierung aus CDU und FDP hat in ihrem Koalitionsvertrag geschrieben: „Neben vielfältigeren religiösen Bekenntnissen ist auch die Anzahl der Familien ohne konfessionelle Bindung angewachsen. Daher werden wir Ethikunterricht an Grundschulen ermöglichen.“
Der HVD NRW begrüßt diese Willensbekundung ausdrücklich. Es ist längst überfällig, dass an Grundschulen für alle Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, ein werteorientiertes Unterrichtsangebot existiert. Darüber hinaus fordert der Humanistische Verband, dass die Lehrpläne für das anzubietende Fach, ob es nun Praktische Philosophie, Ethik oder ähnlich heißt, von Fachverbänden und dem Humanistischen Verband NRW mit dem Status der „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ und als Weltanschauungsgemeinschaft mitgestaltet werden können.
Der HVD NRW erwartet, dass die Einführung des neuen Faches in der Grundschule auch mit der Erweiterung von personellen Ressourcen und einer entsprechenden Lehrerausbildung verbunden ist. Durch eine halbherzige Willensbekundung ohne ordentlichen Lehrplan und LehrerInnen, wird sich an der Situation für viele GrundschülerInnen nichts ändern, dass sie kein dem Religionsunterricht adäquates alternatives Angebot haben.


Mehr Info dazu:
Stellungnahme des Schulministeriums auf www.Pro-Ethik-NRW.de
Lehrer/innen-Gewerkschaft fordert „bekenntnis-unabhängigen Werteunterricht in der Grundschule
HVD unterstützt Runden Tisch „Ethikunterricht an Grundschulen“ in Wuppertal

Erinnerung ist das, was von einem Menschen bleibt

Die Feiersprecher des Humanistischen Verbandes laden zur Gedenkfeier

Einmal im Jahr wird für die Angehörigen sowie alle Mitglieder und Freunde des HVD Wuppertal / Bergisches Land zu einer gemeinsamen Gedenkfeier für alle Verstorbenen des vergangenen Jahres eingeladen. Bei festlich-musikalischer Umrahmung wird Gelegenheit gegeben, der Angehörigen zu gedenken, für die unsere Bergischen Feiersprecher eine würdevolle Trauerfeier gestaltet hatten.

hier: Programm

Die Gedenk-Feier findet statt am
Sonntag, 19. Nov. 2017, Beginn 11:00 Uhr
in der Kapelle des Städtischen Friedhofes
Wuppertal-Ronsdorf, Lohsiepenstraße

Zum Programm gehören eine Gedenkansprache, eine musikalische Umrahmung und Rezitationen. Die Programmfolge kann in den nächsten Tagen hier abgerufen werden unter. Im Anschluss an die Feier ist eine gemeinsame Kranzniederlegung am historischen Urnengräberfeld „M“ der Wuppertaler Freidenker vorgesehen.

Wir wissen, dass unser Leben begrenzt ist. So hat es die Natur eingerichtet. Es ist ein menschlicher Wunsch, die Erinnerung an verstorbene Menschen wach zu halten und ihrer mit persönlichen Worten zu gedenken. Auch religionsfreie Menschen pflegen diesen Brauch.

Diese Feier ist grundsätzlich für alle interessierten Menschen offen. Alle Teilnehmenden werden gebeten, den würdevollen Rahmen zu achten.