Engels 200

War Engels ein Humanist?

Von dieser recht weit reichenden Ausgangsfrage lassen sich die Humanist/innen im Bergischen Land leiten, um sich dieser großen historischen Person zu nähern.

Wie ist das Verhältnis von Sozialismus und Humanismus?

Zweifellos, Engels gehört ebenso wie Marx oder Feuerbach zu den wichtigsten Denkern des 19. Jahrhunderts, die durch ihre Religionskritik stark in die Freigeistige und Humanistische Bewegung gewirkt haben. Gerade in Engels Empathie mit den Arbeiter/innen sehen viele seine humanistische Haltung. Doch die Entwicklungen des Marxismus-Leninismus und des Sozialismus im 20. und 21. Jahrhundert werden mit Humanismus nicht unbedingt in Zusammenhang gebracht. Inwiefern war Engels also Humanist?

In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Ausgehend von Engels und unter Berücksichtigung der für Engels wichtigen Themen Sozialkritik, Religionskritik und Institutionenkritik sollen Gesellschafts- und Menschenbilder offen gelegt werden. Die Positionen und Entwicklungen des 19. Jahrhunderts sollen aufgegriffen werden, die sich im Anschluss an Engels Kritik oder in seinem Umfeld gezeigt haben. Damit wird die aktuelle Frage aufgeworfen, wie ein Zusammenleben verschiedener Religionen und Weltanschauungen heute gelingen kann. Diese Aspekte können mit unterschiedlicher Gewichtung aufgegriffen und diskutiert werden, u.a.:

  • Mensch- und Gesellschaftsbild bei Engels,
  • Mensch- und Gesellschaftsbild im Humanismus und in der Freigeistigen Bewegung,
  • Soziale Frage (Arbeiter/innen-Bewegung) und Möglichkeiten des Zusammenlebens,
  • Selbstbestimmung und Fürsorge als Grundlage der Toleranz,
  • Welche Menschenbilder und Gesellschaftsbilder können als „humanistisch“ bezeichnet werden?

Engels und die „Frauenfrage“

Nicht nur in seinem Buch „Ursprung der Familie“ beschäftigte sich Engels mit der Situation der Frauen. Die Ungleichheit der Frauen bilden für ihn durchaus einen Konflikt, wenn auch nur einen sog. „Nebenwiderspruch“, der mit der Überwindung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse sich ebenfalls auflösen würde. Gerade für Frauen und Mütter könnte eine Auseinandersetzung mit Engels und der Diskussion um gleiche Bezahlung interessant sein:

  • Engels und die Situation von Frauen im 19. Jahrhundert. Marx, Engels und die Emanzipation,
  • engagierte Frauen – auch mit freigeistiger Weltsicht – gab es seither in Wuppertal und dem Bergischen Land, z.B.:
    Franziska Mathilda Anneke aus Sprockhövel, Frauenrechtlerin, Schriftstellerin, Journalistin,
    Alma Kettig aus Wuppertal-Barmen, Friedensaktivistin, Feministin, Gewerkschafterin – siehe dazu www.Alma-Kettig.de
    Helene Stöcker aus Wuppertal-Elberfeld setzte, Engagement für ledige Mütter u. straffreie Abtreibung.
  • Situation der Frauen in Deutschland heute. Brauchen wir mehr Emanzipation, eine Veränderung der Gesellschaft?

Der Humanistische Verband will die Einladung der Stadt Wuppertal annehmen und seinen Beitrag zum Engels-Jubiläumsjahr leisten. Dazu gibt es auf der Website www.Engels-200.de jeweils aktuelle Informationen.

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Statue: Zeng Chenggang, Wenzhou
Foto: hp.schulz

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