Was wir wollen

Der weltliche Humanismus ist eine demokratische, nichtreligiöse, ethisch begründete Lebensauffassung. Danach haben alle Menschen das Recht und die Verantwortung, ihr Leben selbst zu bestimmen. Ausgehend von der humanistischen Lebensauffassung fördern Humanistinnen und Humanisten den konstruktiven und friedlichen Austausch der Ideen. Sie kritisieren jeden Dogmatismus und vertreten keine absoluten Wahrheiten.

Humanistinnen und Humanisten erleben die Welt in ihrer Vielfalt und Widersprüchlichkeit. Sie fragen und forschen nach den Geheimnissen der Welt und des Universums. Die Menschen sind ein Teil der Natur und der ökologischen Entwicklung. Nach humanistischer Auffassung müssen sie Verantwortung für die Erhaltung der Arten und für die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen.

Die Menschen haben die Freiheit, zwischen verschiedenen Lebensauffassungen zu wählen. Humanismus setzt die Fähigkeit zur selbst bestimmter ethischer und moralischer Entscheidung voraus. Selbstverantwortung und Solidarität der Menschen machen die Verwirklichung der Menschenrechte zu einem Schwerpunkt humanistischer Praxis.

Die humanistische Lebensauffassung begründet die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Emanzipation von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen. Die fortdauernde Herrschaft der Männer über die Frauen lässt sich mit der humanistischen Weltanschauung nicht verbinden. Humanistinnen und Humanisten setzen sich bewusst mit dem Sinn ihres Lebens und der Bedeutung, welche Alter und Krankheit darin haben, auseinander. Eine Verklärung von menschlichem Leid als sinnstiftend lehnen sie ab. Statt dessen fordern sie für jeden Menschen das Recht, sein Leiden zu mindern und über den Wert des eigenen Lebens selbst entscheiden zu dürfen.

Sterben und Tod sind Bestandteile des Lebens, die weder verdrängt noch idealisiert werden. Der modernen Angst vor Sinnleere und Perspektivlosigkeit setzen wir ein bewusstes humanistische Leben entgegen. Die humanistische Lebensauffassung ist gekennzeichnet von Toleranz gegenüber allen Menschen, anderen Denk- und Lebensauffassungen und zu Religionen.

Toleranz unsererseits trifft auf Grenzen, wenn Menschenrechte verletzt beziehungsweise wenn Positionen der Intoleranz vertreten werden.


Das Bundes-Präsidium des Humanistischen Verbandes hat am 19. Sep. 2015 einen neuen Entwurf zum Humanistischen Selbstverständnis vorgestellt (hier mit NRW-Seite). Dieses soll nach Beratung von der Bundesdelegiertenkonferenz in 2017 verabschiedet werden.

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